Bestleistungen bei der Prüfung

Feuerwehrler in Neuhaus am Inn stellten bei der Leistungsprüfung ihr Können unter Beweis

Die Teilnehmer der zwei Löschgruppen der Feuerwehr Neuhaus am Inn absolvierten die Leistungsprüfungen in den verschiedenen Stufen. Die Prüfungsabnahme erfolgte durch Kreisinspektor Stefan Drasch (links) und den Kommandanten der FFW Neukirchen am Inn Uwe Vogl (rechts). Neben den Schiedsrichtern bedankte sich Kommandant Klaus Schifferer (2.v.r.) bei seinen Kameradinnen und Kameraden für die Ausbildungsbereitschaft und gratulierte ihnen zur bestandenen Leistungsprüfung. Weiter auf dem Bild von links: Gruppenführer Michael Krompaß, Benedikt Weidmann, Simon Prinstinger, Zaur Molotnikov, Dominik Neudorfer, Martina Aigner, Martin Mehler, Raphael Gruber, Eva Krompaß, Matthias Eder, Dominik Krämer und Dr. Johannes Gebauer. − Foto: privat

Neuhaus am Inn. Ein besonderes Augenmerk wird bei der Feuerwehr Neuhaus am Inn auf die Nachwuchsarbeit und somit auch auf die Aus- und Weiterbildung der Kameraden gelegt. Eine gute und umfangreiche Ausbildung sei erforderlich, betonte Kommandanten Klaus Schifferer bei der Prüfungsvorbereitung, damit auch die Effizienz bei den Einsätzen gewährleistet sei.

Die Prüfungsvorbereitung war umfangreich, was sich dann mit Null-Fehler-Leistungen bei den Prüfungen der beiden Gruppen niederschlug. Die Prüfung nahmen Kreisbrandinspektor Stefan Drasch und Kommandant der FFW Neukirchen am Inn Uwe Vogl ab. In der Nacht zuvor war der Großeinsatz in Neuhaus am Inn, wo ein Wohngebäude mit Wirtshaus massiv durch einen Brand beschädigt wurde. Hier wurde durch die Neuhauser Feuerwehr – wie beim Leistungsabzeichen auch – das Löschwasser aus der Zisterne entnommen. Das bei der Prüfungsvorbereitung erlernte Wissen konnte dabei sofort in der Praxis angewendet werden.

Während bei der Prüfung der Stufe I die jeweiligen Positionen bereits vorgegeben sind, entschied bei den anderen Stufen das Los über die Aufgabenstellung. Die Prüfungsteilnehmer mussten die erste Hürde bei den Knoten und Stichen nehmen. Mastwurf gestochen mit Sicherung durch Spierenstich, Zimmermannsschlag, Brustbund mit Sicherung durch Spierenstich, Halbmastwurf und der Mastwurf gelegt mit Halbschlag gehören zu diesem Aufgabenbereich. Bei den Knoten galt es, ein Zeitlimit einzuhalten. Der Leistungsstufe entsprechend mussten Zusatzaufgaben gelöst werden – aber auch die Gerätekunde, Erste Hilfe, Gefahrgut- und Hinweisschilder sowie Testfragen sind Gegenstand der Leistungsprüfung. Erst danach kommt man mit dem Aufbau der Saugleitung, dem Verlegen der B-Leitung zum Verteiler und der Vornahme von C-Rohren durch den Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp zur Hauptaufgabe der Leistungsprüfung. Bei der Variante II wird ein Außenangriff mit Wasserversorgung über eine Saugleitung nachgestellt. Innerhalb des Zeitlimits von 240 Sekunden muss die Gruppe eine Wasserversorgung mithilfe einer Saugleitung aufbauen und drei Eimer umspritzen. Als Wasserentnahmestelle diente die Zisterne beim Rathaus.

Die Prüfungen wurden innerhalb der vorgegebenen Sollzeiten und fehlerfrei absolviert. Zu dieser guten Leistung wurden die Prüfungsteilnehmer nach getaner Arbeit von den Schiedsrichtern beglückwünscht, die sich aber gleichzeitig auch für die Einsatz- und Ausbildungsbereitschaft bei allen Feuerwehrkameradinnen und Kameraden bedankten. Kreisbrandinspektor Drasch ergänzte noch, dass die Bayerische Leistungsprüfung sehr praxisnah sei und somit bei den Einsätzen direkt umgesetzt werden kann. Dabei ging er auch noch auf den Wohnhausbrand in Neuhaus ein.
Zur bestandenen Leistungsprüfung gratulierte auch Kommandant Klaus Schifferer seinen Kameradinnen und Kameraden. Gleichzeitig bedankte er sich bei den beiden Ausbildern Michael Krompaß und Benedikt Weidmann.

2. Bürgermeister Erwin Wagmann betonte, dass die Kommunen den Wehren nur die Gerätschaften zur Verfügung stellen können. Der Einsatz der Geräte aber erfordere eine ständige Aus- und Weiterbildung. In diesem Zusammenhang bedankte er sich auch bei den Feuerwehrkameradinnen und Kameraden für die stete Einsatzbereitschaft.

Quasi nach getaner Arbeit wurde noch zum gemütlichen Beisammensein eingeladen, wo sich Ehrenvorstand Hans Weidmann am Grill hervorragend um die Verköstigung der Teilnehmer kümmerte.

DIE ERGEBNISSE

Die Verleihung der jeweiligen Leistungsabzeichen erfolgte durch das Schiedsrichterteam gleich im Anschluss an die Prüfung. Die beiden Löschgruppen haben dabei ihre Aufgabe bravourös gemeistert.
Die Leistungsprüfung absolvierte:
Stufe 1 – Bronze: Martina Aigner, Dominik Krämer, Zaur Molotnikov, Simon Prinstinger
Stufe 2 – Silber: Matthias Eder, Eva Krompaß
Stufe 3 – Gold: Martin Mehler, Raphael Gruber
Stufe 5 – Gold-Grün: Dominik Neudorfer, Michael Krompaß
Stufe 6 – Gold-Rot und damit die höchste Stufe: Dr. Johannes Gebauer, Andreas Kindermann


Quelle: Passauer Neue Presse vom 25.09.2025

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