Schwerer Verkehrsunfall mit 3 LKW auf Autobahn A3

Datum: 14. Juli 2026 um 13:17 Uhr
Alarmierungsart: Piepser, Sirene, Sms
Dauer: 45 Minuten
Einsatzart: Technische Hilfeleistung  > THL 5 
Einsatzort: BAB A3 Grenzübergang Suben > AS Pocking
Einsatzleiter: FF Mittich
Mannschaftsstärke: 5
Fahrzeuge: LF 16/12 
Weitere Kräfte: Autobahnmeisterei Passau, Christophorus Europa 3, Feuerwehr Engertsham, Feuerwehr Mittich, Feuerwehr Pocking, Feuerwehr Ruhstorf, Feuerwehr Vornbach, FüGK Ansprechpartner, KBI Drasch (Land 3), KBM Nestler (Land 1/6) (Einsatz), KBM Stöckl (Land 3/1), ÖEL Örtlicher Einsatzleiter, Rettungsdienst, THW Fachberater VOF, UG-ÖEL Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter


Einsatzbericht:

Gegen 13:15 Uhr kam es auf der A3 zwischen dem Grenzübergang Suben und der Anschlussstelle Pocking zu einem schwerem Auffahrunfall mit drei LKW. Aufgrund eines verkehrsbedingten Rückstaus kurz vor der Abfahrt musste der erste Sattelzug anhalten. Der nachfolgende Fahrer konnte noch rechzeitig eine Gefahrenbremsung einleiten und stehen bleiben, der Lenker des dritten LKWs erkannte die Situation offenbar zu spät und fuhr ungebremst auf das mittlere Gespann auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der mittlere Zug auf den ersten Auflieger geschoben und das Führerhaus des Unfallverursachers massiv beschädigt, wodurch dieser in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde und schwere Verletzungen erlitt.

Der Fahrer musste mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden und wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein nahegelegenes Klinikum geflogen. Die beiden anderen LKW-Fahrer blieben den Umständen entsprechend unverletzt und konnten ihre Fahrzeuge selbstständig verlassen.

Durch die Unfallmeldung an die ILS Passau mit mehreren LKW mit eingeklemmten Personen wurde Alarmstufe THL 5 ausgelöst. In der Folge rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur Unfallstelle aus. Neben den umlegenden Wehren Mittich, Neuhaus, Engertsham, Vornbach, Ruhstorf und Pocking wurden mehrere Führungsdienstgrade und Unterstützungsgruppen der Feuerwehr, Rettungsdienste mit mehreren Wägen, Notarzt und Helikopter Christophorus Europa 3, die Polizei, die Autobahnmeisterei sowie Spezialisten des THW alarmiert.

Die A3 musste in Richtung Passau zwischen Suben und dem Pendlerparkplatz Rottal-Ost zeitweise voll gesperrt werden. Die Umleitung des Verkehrs erfolgte bereits ab der Anschlussstelle Suben in Oberösterreich durch die Autobahnpolizeiinspektion Ried im Innkreis.

Da sich das GW-L1 zum geplanten Service einschließlich der Prüfung der Hebebühne außer Dienst (Status 6) befand, rückte die FF Neuhaus lediglich mit dem LF16 unter einer Besatzung von 5 Einsatzkräften aus. Um die ohnehin begrenzte Einsatzfläche hinter den Unfallfahrzeugen nicht zusätzlich zu belasten und da sich bereits mehrere Fahrzeuge mit umfangreicher technischer Hilfeleistungsausstattung auf Anfahrt befanden, wurde Neuhaus 41/1 zunächst gemeinsam mit weiteren Einsatzfahrzeugen dem Bereitstellungsraum auf der B512/der Autobahnbrücke zugeteilt. Nach Absprache mit der Einsatzleitung stellte sich heraus, dass kein weiterer Einsatz der Neuhauser Kräfte erforderlich war. Das Fahrzeug konnte daher nach etwa einer dreiviertel Stunde wieder ins Gerätehaus einrücken.