Feuerwehrnachwuchs hat alles im Blick
Fünf Jugendfeuerwehren bei gemeinsamer Übung an der Realschule Neuhaus
Neuhaus am Inn. Sie sind „Feuer und Flamme“ für ihren Dienst bei der Feuerwehr, sie erhalten von den Verantwortlichen bestmögliche Ausbildung, absolvieren Übungen daheim rund um das Feuerwehrhaus und erleben, dass die dabei eingesetzte Zeit wertvoll und vor allem sinnvoll ist. Bei einer gemeinsamen Übung zeigten die Jugendlichen aus den Feuerwehren Neuhaus am Inn, Vornbach, Neukirchen am Inn, Neuburg am Inn und Höch-Fürstdobl auf dem Gelände der Maria-Ward-Realschule, dass sie über die örtliche Feuerwehr hinaus umsichtig und überlegt zusammenarbeiten können. Sie haben, wie Kreisbrandmeister Markus Stöckl betont, „das große Ganze im Blick“.
43 Jugendliche und 33 Erwachsene waren zu der Übung gekommen, die bereits zum fünften Mal in dieser Form durchgeführt wurde, um vor allem auch die Zusammenarbeit unter den jungen Feuerwehrleuten zu stärken. Neben Markus Stöckl waren auch Kreisbrandinspektor Stefan Drasch und Sebastian Huber, der Fachberater Jugend im Kreisbrandinspektionsbereich West, aufmerksame Beobachter. Aber auch die Bürgermeister Stephan Dorn (Neuhaus) und Michael Voggenreiter (Neuburg am Inn) sowie Schulleiterin Astrid Schmid freuten sich über den großen Einsatz und das praktische Geschick der jungen Feuerwehrleute, unter denen auch viele Schülerinnen und Schüler der Realschule zu sehen waren.
„Saubere Arbeit“, lobte Michael Voggenreiter die Jugendlichen aus seiner Gemeinde, der zum ersten Mal in seiner Amtszeit an dieser Übung teilnahm. Astrid Schmid betonte den Wert des Ehrenamtes, das auch Jugendliche in vielfältiger Form übernehmen können. So könnten sie für den Ernstfall, „der hoffentlich nie eintreten wird“, ihre Hilfsdienste üben.
Angenommen wurde ein Brand im Neubau der Schule, im „Josefshaus“. Mehr symbolisch begann ein Papiercontainer zu qualmen, aber der Auftrag war, Löschmöglichkeiten am Inn und durch Hydranten aufzubauen. Schnell wurden Schläuche ausgerollt, ein Anschluss am Hydranten angekuppelt, und bald konnten die Vornbacher Jungfeuerwehrleute „Wasser marsch“ rufen. Die Neuhauser Feuerwehr setzte ihre Tragkraftspritze ein, um Wasser aus dem Inn zu pumpen. Das Gewicht dieser Pumpe und das Ankuppeln erforderte einiges an Kraft und Geschick, was aber von den jungen Neuhauser Feuerwehrleuten bestens gemeistert wurde. Unterstützt wurden sie dabei mit Rat und Tat auch von erfahrenen Feuerwehrleuten. Jeder Jugendliche wusste, was zu tun war, kannte die notwendigen Handgriffe, schaute auf die anderen und zeigte, dass auch im Ernstfall mit seinem Einsatz zu rechnen ist.
Sozialkompetenz, Kameradschaft und handwerkliches Geschick werde in der Jungfeuerwehr mit viel Engagement gefördert, betonte KBI Stefan Drasch und zeigte den Jugendlichen seinen Respekt für ihren Dienst in der Gesellschaft. Bürgermeister Stephan Dorn stellte an die jungen Leute gerichtet fest: „Danke, dass ihr die Schule ,gerettet‘ habt!“ Bei einer Brotzeit mit Wurst- und Käsesemmeln gab es auch angeregte Gespräche der Jugendlichen untereinander, die durch ihre Tätigkeit bei der Feuerwehr eine starke Gemeinschaft über Gemeindegrenzen hinweg bilden.
Quelle: Passauer Neue Presse vom 21.07.2026






