Feurige Vorstellung der Feuerwehr Neuhaus am Inn

Mit der Einladung zum „Tag der offenen Tür“ der Feuerwehr Neuhaus am Inn waren insbesondere junge Burschen und Mädchen aufgefordert, sich die Arbeit der Jugendfeuerwehr anzuschauen. Die Kinder- und Jugendwarte Josef Schifferer, Eva Krompaß und Martina Aigner richteten eine Einladung speziell an die Jugend: „Bei uns kannst du Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann werden, aber vor allem Teil einer großartigen Gemeinschaft sein“, schrieben sie. Wer die Einladung annahm, bekam bei der Neuhauser Wehr viel zu sehen.

Auch die Kommandanten Klaus Schifferer und Martin Schifferer sowie die beiden Vereinsvorstände Johannes Weidmann und Andreas Kindermann warben um den Nachwuchs: „Hilf auch Du mit, wenn andere Hilfe brauchen“, so der Appell der Führungskräfte. Jeder sei willkommen, denn Feuerwehr bedeute „Teamgeist, Verantwortung, Freundschaft und das gute Gefühl, etwas Wichtiges zu tun“.

Zum „Tag der offenen Tür“, an dem auch die offizielle Übergabe des neuen Jugendraumes an die Feuerwehr erfolgte, konnte Kommandant Klaus Schifferer neben den zahlreichen Gästen besonders Pfarrer Monsignore Dr. Hans Würdinger, Bürgermeister Stephan Dorn, Kreisjugendwart KBM Robert Anzenberger und Kreisbrandmeister Markus Stöckl begrüßen. Der Kommandant bedankte sich, dass die Gemeinde den Raum für die Nachwuchskräfte zur Verfügung gestellt hat.

Da sich in den letzten Jahren die Anforderungen an Feuerwehrgebäude entwickelt haben, hat die Gemeinde das bestehende Feuerwehrhaus in Neuhaus für 1,3 Millionen Euro zuzüglich knapp 390 000 Euro für die Erweiterung des Auffangparkplatzes erweitert. Das neue Gebäude wurde im Rahmen der 150-Jahr-Feier 2022 durch Pfarrer Würdinger eingeweiht. Während des Kindergartenumbaus wurde hier vorübergehend die Gemeindebücherei untergebracht. Nun bekommt die Feuerwehrjugend diesen Raum. Dass sich hier der Feuerwehrnachwuchs wohl fühlt, bestätigte Jugendwart Josef Schifferer. So habe man den Raum gemeinsam gestaltet, unter anderem mit zwei Dartscheiben und einen Tischkicker. Zudem wurde eine gemütliche Sitzecke eingerichtet. Schifferer bedankte sich beim Bürgermeister für den schönen Jugendraum und die Unterstützung. Kreisjugendwart KBM Robert Anzenberger wertete den Jugendraum auch als Bestätigung für die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit, die bei der Feuerwehr Neuhaus geleistet werde.

Im Anschluss konnten die Gemeindebürger das Feuerwehrhaus besichtigen und auch Fragen zu den Gerätschaften stellen. Im Untergeschoss befinden sich die Stellplätze für die beiden Fahrzeuge LF 16/12 und GW-L1, für das Rettungsboot RTB2, die Zille, die Umkleideräume, sowie die Sanitärräume und eine Werkstatt. Es sind auch noch Spinde frei, sagte Kommandant Klaus Schifferer mit einem Augenzwinkern, weitere Ehrenamtliche könnten sich der Wehr also noch anschließen. Im Obergeschoss befinden sich eine Küche, ein Technik- und Lagerraum, ein Vereinsraum und ein großer Schulungsraum.

Den vielen, interessierten Besuchern konnten nicht nur die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Neuhaus, sondern auch die der Nachbarfeuerwehren gezeigt werden. So war die Feuerwehr Vornbach mit dem HLF 10 und dem MTW, die Feuerwehr Mittich mit dem HLF 20, die Sulzbacher Wehr mit dem TSF, die Schärdinger mit dem Teleskoplader und das THW Passau mit einem Lkw samt Kran nach Neuhaus gekommen.

Besonders beeindruckt waren die Besucher von der Fettbrandsimulation und der Einsatzübung mit Atemschutz an einem „brennenden“ Bauwagen. Diese Vorführungen moderierte der stellvertretende Kommandant Martin Schifferer. Öl entzündet sich bei etwa 300 Grad Celsius. Besonders dramatisch wird es, wenn man mit Wasser löschen will. Dabei kommt es zu einer explosionsartigen Verpuffung. Deshalb sollte man die Flamme am besten mit einem Deckel ersticken. Der Einsatz der Atemschutzgeräteträger wurde an einem verrauchten Bauwagen gezeigt. Einsätze unter Atemschutzgeräten gehören zu den gefährlichsten Tätigkeiten im Feuerwehrdienst. Die Ausrüstung wiegt 33 Kilogramm. Am Bauwagen wurde die Vorgehensweise demonstriert. Die Atemschutzgeräteträger sind mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, um verletzte Personen rasch zu finden und den Brandherd zu orten. Für die Feuerwehrkräfte gab es für diese eindrucksvolle Präsentation einen kräftigen Applaus.


Quelle: Passauer Neue Presse vom 02.06.2025

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