Bei der Hilfeleistung gibt es keine Grenzen

Neuhaus am Inn. Die Leute in Neuhaus und Schärding können nicht nur gut miteinander feiern, auch die Zusammenarbeit bei der Hilfeleistung in Notfällen wird immer stärker. Das zeigten die Feuerwehren von Neuhaus und Schärding bei einer ersten gemeinsamen Übung auf dem Anwesen der Familie Hameldinger. Die Schärdinger Feuerwehrleute waren wohl schon mehrere Male zu in Ernstfällen zu Einsätzen gerufen worden, aber diesmal ging es um die gegenseitige Abstimmung, und die klappte zwischen dem Neuhauser Kommandanten Klaus Schifferer und dem Schärdinger Einsatzleiter Daniel Galos sowie dem Kommandanten Michel Hutterer ausgezeichnet.

DSC_0067
Die Drehleiter der Schärdinger Feuerwehr leistete wertvolle Dienste bei der ersten gemeinsamen Übung mit der Feuerwehr aus Neuhaus. Foto: Würdinger

Starke Rauchentwicklung in einem Nebengebäude, zwei vermisste Personen, das war die Herausforderung, der sich die Feuerwehren, aufmerksam beobachtet von Kreisbrandmeister Markus Stöckl und den Bürgermeister-Stellvertretern Stephan Dorn und Uwe Pischl stellen mussten. Die Neuhauser Feuerwehrleute übernahmen den „Innenangriff“ mit ihren jungen Atemschutzträgern und konnten zum ersten Mal auch den neuen Digitalfunk und vor allem auch die neuen Wärmebildkameras erproben, die sich bei dieser Übung als außerordentlich wertvoll erwiesen. Mit ihrer Drehleiter und mit Pumpen übernahmen die Österreicher den „Außenangriff“ und zeigten, dass sie im Ernstfall eine unverzichtbare Unterstützung für die Feuerwehr in Neuhaus sein können.

Das Objekt der Übung, das Nebengebäude auf dem Anwesen der Familie Hameldinger, war fast auf den Tag genau vor 53 Jahren abgebrannt. Klaus Hameldinger erinnerte daran mit einem alten Zeitungsausschnitt. Bereits 1963 hatte die Schärdinger Feuerwehr bei den Löscharbeiten sehr wichtige Hilfe geleistet, und seitdem bestehen gutnachbarliche Beziehungen auch im Feuerlöschwesen. Diese Beziehungen sollen durch gemeinsame Übungen weiter gepflegt werden – wenigstens einmal im Jahr, darüber waren sich die Feuerwehrverantwortlichen einig. – wü

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert