Brand Garage

Datum: 10. April 2022 um 14:49
Alarmierungsart: Piepser, Sirene, Sms
Dauer: 3 Stunden 15 Minuten
Einsatzart: Brand  > Brand B3 
Einsatzort: Niederschärding
Einsatzleiter: FF Neuhaus
Mannschaftsstärke: 15
Fahrzeuge: GWL1 , LF 16/12 
Weitere Kräfte: Feuerwehr Mittich, Feuerwehr Neuburg, Feuerwehr Vornbach, KBI Walch (Land 3), KBM Stöckl (Land 3/1), Polizei, Rettungsdienst


Einsatzbericht:

Vermutlich aufgrund eines technischen Defektes geriet der Innenraum einer Garage in Niederschärding in Brand. Die FF Neuhaus wurde zusammen mit den Wehren aus Vornbach und Neuburg um 14:49 Uhr alarmiert, gegen 15:30 Uhr wurde die FF Mittich mit weiteren Atemschutzgeräteträgern nachgefordert.

Die Garage war komplett verraucht, ein Vorgehen war daher nur unter schwerem Atemschutz möglich. Direkt nach dem Eintreffen begab sich der erste Trupp mit dem Schnellangriff sofort auf die Suche nach dem Brandherd und begann mit den Löscharbeiten. Mit der Vornahme eines weiteren Rohres wurde er von einem zweiten Trupp unterstützt. In der Zwischenzeit rüsteten sich weitere Atemschutzgeräteträger aus und konnten die beiden Trupps sobald nötig ablösen. Insgesamt waren 5 Trupps im Innenangriff eingesetzt.

Glücklicherweise wurde die Garage mit einer Zwischendecke aus festem Mauerwerk aufgebaut, die Außenansicht ließ auf einen Holzaufbau schließen. Dadurch wurde der Brand im Raum gehalten und ein schnelles Übergreifen unterdrückt.

Der Brand konnte zügig unter Kontrolle gebracht werden, die Nachlöscharbeiten dauerten aufgrund der verschiedenen brennenden Materialien und der Rauchentwicklung etwas länger. Nach dem Ablöschen wurde das Tor geöffnet und die Garage belüftet. Um ein Wiederaufflammen eventuell vorhandener Glutnester zu verhindern wurde die komplette Garage mit Wärmebildkameras abgesucht. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Angaben der Polizei auf rund 20.000 Euro, Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.

Die Löschwasserversorgung wurde zunächst über die Tanks der Löschgruppenfahrzeuge durchgeführt, anschließend wurde diese über einen nahegelegenen Teich sichergestellt. Von diesem wurde von der Besatzung des GWL mit der TS8 Wasser gefördert. Die PA 15 zwischen Neuhaus und der St2110 musste während der Arbeiten in beide Richtungen komplett gesperrt werden.

Die FF Neuhaus war mit beiden Fahrzeugen und 15 Feuerwehrdienstleistenden, davon 3 eingesetzte Atemschutzgeräteträger beteiligt, neben den Nachbarwehren waren KBI Walch, KBM Stöckl, Rettungsdienst und Polizei vor Ort.

Gegen 17:00 Uhr konnten wir von der Einsatzstelle abrücken, anschließend begannen die weiteren Nacharbeiten. Die Atemschutzgeräte und die genutzten Schläuche wurden zur Reinigung und Prüfung nach Engertsham in die Schlauchpflegeanlage gebracht, beide Fahrzeuge und die Ausrüstung gesäubert und gewartet, das Schlauchmaterial aufgerüstet und der Tank wieder aufgefüllt. Gegen 18:00 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen und die vollständige Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.