Feuerwehren stehen für Verlässlichkeit

Ehrenzeichenverleihung an verdiente Kameraden der Feuerwehren in der Gemeinde Neuhaus am Inn

Für 25- und 40-jährige aktive Dienstzeit wurden Feuerwehrkräfte der Wehren Neuhaus, Vornbach und Mittich ausgezeichnet: (vorne, v.l.) Josef Schnellhammer, Kornelius Schistl, Siegfried Schifferer, Josef Schwarz und Rudolf Sanladerer sowie (hinten, v.l.) Gregor Lehofer, Martin Huber, Andreas Birndorfer, Hubert Löffel, Josef Obermeier und Bernhard Wagmann. Die Ehrung nahm Landrat Franz Meyer (vorne, Mitte) mit Bürgermeister Josef Schifferer (hinten, 3. v.r.), Kreisbrandrat Josef Ascher (hinten, Mitte), Kreisbrandinspektor Hans Walch (r.) und Kreisbrandmeister Markus Stöckl (2. v.r.) vor. Es gratulierten auch 2. Bürgermeister Stephan Dorn (hinten, 5. v.r.) und 3. Bürgermeister Uwe Pischl (hinten, 4. v.r.). −Foto: Lindmeier

Neuhaus am Inn. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen wird vom Staatsminister des Innern für 25-jährige und für 40-jährige aktive Dienstzeit bei einer Freiwilligen Feuerwehr verliehen. Geehrt wurden von der Feuerwehr Vornbach Kornelius Schiestl und Josef Schnellhammer, von der Feuerwehr Neuhaus am Inn Josef Schwarz, Siegfried Schifferer, Martin Strauß, Andreas Birndorfer, Hubert Löffel und Gregor Lehhofer sowie von der Feuerwehr Mittich Josef Obermeier, Martin Huber, Bernhard Wagmann und Rudolf Sanladerer. Vertrauen, Verlässlichkeit und Verantwortung – dafür steht der Feuerwehrdienst, hob Landrat Franz Meyer bei der Ehrenzeichenverleihung für langjährige verdiente Feuerwehrkameraden der Feuerwehren in der Gemeinde Neuhaus heraus.

Wenn in den Feuerwehren 25 oder 40 Jahre aktiver Dienst geleistet werde, dann sei das etwas Besonderes, sagte Bürgermeister Josef Schifferer bei der Feier im „Haus des Gastes“. Denn es bedeute auch 25 oder 40 Jahre stete Einsatzbereitschaft. Der Feuerwehrdienst kenne dabei weder Nachtzeit noch Wochenende. Diesen Einsätzen gingen zudem sehr viele Übungsstunden voraus.

„In unseren Wehren Neuhaus, Vornbach und Mittich sorgen unsere Feuerwehrkräfte für die Sicherheit der Bürger, sie sind somit für unsere Gesellschaft da. Dies ist für uns, als Verantwortliche in den Kommunen, besonders wichtig“, merkte Schifferer an.

Deshalb gebühre hier ein besonderer Dank denjenigen, die Verantwortung in den Feuerwehren tragen. In diesem Zusammenhang bedankte sich Schifferer auch bei den anwesenden Ehefrauen und Partnerinnen, die hier ihren Männern unterstützend zur Seite stehen und sich auch bei den Einsätzen sorgen, was wohl passiert sei.

„Vertrauen, Verlässlichkeit und Verantwortung, für diese drei Begriffe stehen unsere Feuerwehren“, betonte Landrat Franz Meyer. Sie stehen aber auch für Sicherheit, Heimat und Zukunft, ergänzte er. Der Landkreis Passau ist ein Landkreis, der eine der stärksten Strukturen der Feuerwehren hat. So gibt es im Landkreis 153 Feuerwehren, in denen sich, wenn man die Jugendfeuerwehren mit berücksichtigt, nahezu 9000 Menschen freiwillig einbringen. „Beeindruckende Zahlen, die ganz deutlich unterstreichen, dass die Freiwillige Feuerwehr ein absoluter Eckpfeiler der Sicherheitsarchitektur unserer Heimat ist“, so Landrat Meyer.

Diese Feuerwehrkräfte sind da, wenn es um Brandeinsätze oder technische Hilfeleistung gehe. Besonders ging der Landrat auf das Hochwasser 2013, auf das Umwetter im Jahr 2016 und auf Sturm Kolle 2017 ein. Weiter erwähnte er noch die Flüchtlingssituation, bei der eine große Humanität gezeigt wurde, und bei der sich die Feuerwehren ebenfalls großartig eingebracht hatten.

„Das Ehrenamt ist keine Momentaufnahme, keine Aktion für den Augenblick, kein Strohfeuer und kein Einsatz nach Lust und Laune. Das wahre Ehrenamt ist eine Lebenseinstellung und eine Lebensaufgabe. Wer könnte dies mehr bestätigen, als ihr alle, heute beim Ehrenabend der Feuerwehr“, betonte der Landrat. Ihr seid die „Helden des Alltags“, meist im Stillen und beständig im Einsatz seit Jahren, ergänzte er. Heute sei der Abend, vor aller Öffentlichkeit ein großes Vergelts Gott zu sagen. Diese öffentliche Aufmerksamkeit sei sehr wichtig, denn sie lenke den Blick auf die Kerntugenden der Wehren: selbstlose Hilfe, Verantwortungsbewusstsein und Kameradschaft.

Langjähriger aktiver Dienst bei der Feuerwehr sei eine Leistung, hinter der etwas steckt, das Franz Meyer als das Wertvollste bezeichnete, was eine Gesellschaft haben kann, nämlich Verantwortungsbewusstsein gegenüber denen, die Hilfe brauchen. Und diese Hilfe werde immer vielfältiger und verantwortungsvoller.

Wenn sich auch die Aufgaben in den Wehren in den letzten Jahren massiv vermehrt haben, so bleibe im Kern immer der Leitspruch „Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr“. Dem Nächsten zur Wehr, das sei ebenso Christenpflicht wie Vergelts Gott zu sagen an die, die helfen. Das Ehrenzeichen sei so ein Zeichen des Danks.

Sicherheit, Heimat und Zukunft – das gibt uns die Feuerwehr und das sind unschätzbare Leistungen, die für eine gute Zukunft auch unbedingt notwendig sind, so der Landrat. Das aber wäre alles Theorie, wenn es nicht Menschen gäbe, die mehr tun als andere. „Dazu brauche man Vorbilder, und diese Vorbilder sind sie“, betonte Meyer. „Heute wollen wir etwas zurückgeben“, betonte der Landrat.

Im Auftrag des bayerischen Staatsministers des Innern Joachim Herrmann konnte Landrat Franz Meyer mit Bürgermeister Josef Schifferer, Kreisbrandrat Josef Ascher, Kreisbrandinspektor Hans Walch und Kreisbrandmeister Markus Stöckl die goldenen und silbernen Ehrenzeichen verleihen.

Die Kommandanten der jeweiligen Wehren Klaus Schifferer (Neuhaus), Roland Marek (Vornbach) und Martin Wimmer (Mittich) würdigten bei der Ehrenzeichenverleihung ebenfalls die Verdienste ihrer langjährigen Feuerwehrkameraden.

Bürgermeister Schifferer ging in seinem Schlusswort auf verschiedene Einsätze ein, die er als damaliger Kommandant der Feuerwehr Neuhaus geleitet hatte. So erzählte er an einem Beispiel, wie wichtig auch der Eigenschutz eines Feuerwehrdienstleistenden bei einem Einsatz sei. Weiter sagte er, dass man hinter den Feuerwehren stehe und sie auch so ausstatte, dass effektive Hilfe geleistet werden könne. In diesem Zusammenhang erwähnte er die für die Wehren getätigten und bereits beschlossene Anschaffungen.

Worte des Danks richtete auch Kreisbrandrat Josef Ascher an die Geehrten. Die Kommunen haben große Investitionen, auch mit Unterstützung durch den Landkreis Passau, getätigt. Aber jede Investition wäre umsonst, wenn nicht Kameraden bereit wären, rund um die Uhr Dienst zu leisten. Diese geehrten Feuerwehrkameraden leisten diesen Dienst für die Gesellschaft, für die Gemeinschaft, sagte der KBR. Für diese stete Einsatzbereitschaft und die geleistete Arbeit bedankte er sich bei den Feuerwehrdienstleistenden.

Worte des Danks für die großartige Unterstützung richtete er auch an Franz Meyer, den er als „Feuerwehrlandrat“ bezeichnete.

GEEHRT WURDEN

Für 25 Jahre aktive Dienstzeit mit dem Ehrenzeichen in Silber von der Feuerwehr FFW Neuhaus/Inn Martin Strauß, Andreas Birndorfer, Hubert Löffel und Gregor Lehofer sowie von der Feuerwehr Mittich Josef Obermeier, Martin Huber und Bernhard Wagmann.

Für 40 Jahre aktive Dienstzeit mit dem Ehrenzeichen in Gold wurden ausgezeichneten von der Feuerwehr Neuhaus/Inn Josef Schwarz und Siegfried Schifferer, von der Feuerwehr Vornbach Kornelius Schiestl und Josef Schnellhammer und von der Feuerwehr Mittich Rudolf Sanladerer.


Quelle: Passauer Neue Presse vom 16.03.2020

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert